Stadtbahnwagen B - Serie 2100

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Christoph L
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Stadtbahnwagen B - Serie 2100

Beitrag von Christoph L »

KVB-Serie 2100 (Typ B 100S)
Im Zeitraum Mai 1984 bis Juli 1985 wurde eine weitere Fahrzeugserie an die KVB und KBE ausgeliefert. Bis zum Herbst 1986 war die vollständige Umstellung der Vorgebirgsbahn der KBE (Linie 18) auf Stadtbahnbetrieb vorgesehen. Dazu wurden weitere 30 Fahrzeuge benötigt.
Kennzeichnend für diese Fahrzeuge war der Wegfall der Einzeltüren, was einen Fahrscheinverkauf ausschließlich durch Automaten und nicht mehr durch das Fahrpersonal voraussetzt. Der Fahrerraum wurde dabei vergrößert, komplett abgeschlossen und mit einem Fahrlehrerplatz (Klappsitz) ausgestattet. Der Zugang zum Fahrerraum erfolgte nun von außen durch eine einseitig rechts angeordnete schmale Tür und vom Fahrgastraum über eine Verbindungstür mit Schiebefenster. Zum Veränderten Aussehen des Fahrzeugs trugen auch die durchgehende Panorama-Frontscheibe sowie die wesentlich vergrößerten Liniennummern- und Zugzielbänder bei.
Durch den Fortfall der Einstiegstüren an den Fahrzeugköpfen konnte das Sitzplatzangebot um vier auf insgesamt 76 Plätze vergrößert werden. Außerdem konnte der Sitzteiler in verschiedenen Bereichen um bis zu 100 mm vergrößert werden, war zu mehr Beinfreiheit geführt hat. Gleichzeitig sind die Gerätekästen unter den Sitzen um 60 mm eingezogen worden, um den Sitzkomfort zu verbessern.
Anstelle der mit Kunstleder überzogenen Polstersitze der Vorgängerserie wurden die Fahrzeuge mit körpergerecht geformten Kunststoff-Schalensitzen mit angerauter Oberfläche ausgestattet. Zur weiteren Verbesserung der Information wurden auf den vier Rollbänder im Wageninneren, auf denen die jeweils befahrene Linie mit allen Haltestellen in Form einer Perlschnur angezeigt wurde, die jeweils nächste Haltestelle durch einen wandernden Lichtpunkt ausgeleuchtet. Die Lüftungs- und Heizungsanlage für den Fahrgast- und Fahrerraum wurde durch Installation einer stufenlosen automatischen Regelung wesentlich verbessert.

Integriertes Bordinformationssystem
Ein neuartiger Computer, das sogenannte Bordinformationssystem (IBIS) sorgte für die zentrale Bedienung von zahlreichen Nebenanlagen, für die es zuvor eigene Bediengeräte gab. Die Bedienung und Überwachung umfasste Funkkennung, Zuglenkung, Fahrzeugbeschilderung mit Haltestellenanzeige, digitalisierter Haltestellenansage sowie Einstellung der aktuellen Tarifzone der Entwerter und später auch der Verkaufsautomaten im Fahrzeug. Aufgrund dieser neuen Technik konnten die Fahrzeuge der Serie 2100 zunächst nicht mit den Fahrzeugen der Vorgängerserie 2000 im Zugverband eingesetzt werden.

Zehn Fahrzeuge wurden erstmals in Köln mit einer Spurkranzschmiereinrichtung ausgestattet, um den Verschleiß von Gleis und Rad zu vermindern. Die übrigen Fahrzeuge waren für eine Nachrüstung vorbereitet.
Die Optimierung verschiedener Fahrzeugbauteile und Geräte führte zu einer Verminderung des Fahrzeuggewichts um 1,5 Tonnen gegenüber den bisherigen Stadtbahnwagen. Von dieser Gewichtseinsparung erhoffte man sich eine nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauchs sowie eine geringere Beanspruchung des Gleisoberbaus.
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