Der seit Beginn der 1950er Jahre sich stürmisch entwickelnde Individualverkehr veranlassten die Stadt Köln und die KVB 1955 zu einer richtungsweisenden Entscheidung. Um die Attraktivität des Kölner Bahnverkehrs zu steigern und dadurch seine Konkurrenzfähigkeit zu erhalten, sollte nun endlich eine größere Serie von modernen Neufahrzeugen beschafft werden. 1955 bestellten die Kölner Verkehrs-Betriebe eine Serie von insgesamt 80 Großraumtriebwagen bei der Firma Westwaggon.

Die ersten Neufahrzeuge der Straßenbahnen seit acht Jahren wurden ab März 1956 in Dienst gestellt und waren bei den Kunden wegen ihres hohen Komforts bald sehr beliebt. In der Regel wurden die nur einmotorigen Fahrzeuge im Zweiwagenzug eingesetzt, daher standen trotz der Lieferung von 80 Wagen nur 40 Züge zur Verfügung. Wegen ihrer Breite von 2,50 m konnten die Züge nicht auf allen Strecken eingesetzt werden.

Zunächst befuhren sie die Linienstrecken von Sülz und Klettenberg zum Dom/Hauptbahnhof, nach Anpassungen der Gleise verkehrten sie auch auf den Ringen. Später waren die Fahrzeuge auch auf den allmählich in den Stadtbetrieb einbezogenen Vorortbahnstrecken nach Thielenbruch und Frechen im Einsatz. In den Jahren 1967 bis 1969 wurden die Wagen für den schaffnerlosen Betrieb umgebaut.

Die Einführung der Stadtbahnwagen ab 1973 bedeutete das allmähliche Ende der 1300-er im Linienbetrieb, das endgültige Aus kam 1986 mit der Inbetriebnahme einer neuen Serie von Stadtbahnwagen. Zum Teil begannen die Fahrzeuge eine neue Karriere als Dienstwagen, andere wurden zeitweilig als betriebsfähige Reserve abgestellt, verkauft oder verschrottet.

So diente der Museumswagen 1925 ab 1980 als Messwagen, die beiden weiteren Museumsfahrzeuge der Serie 1300, die betriebfähigen Wagen 1321 und 1363, waren seit Mitte der 1980er Jahre als Personalzug in der Hauptwerkstatt eingesetzt.

Der Finchenzug
Der Finchenzug auf der Kreuzung Aachener Straße/Gürtel am 29.05.1988
Technische Daten
Bezeichnung 1285+1286 1257 (Beiwagen)
Baujahr 1911
Hersteller P.Herbrand & Co., Köln-Ehrenfeld (mechanisch), Siemens-Schuckert-Werke, Berlin (elektrisch),
Länge 10.000 mm
Breite 2.460 mm
Höhe 3.500 mm
Achsstand 3.500 mm
Gewicht leer 15.500 kg 10.000 kg
Leistung 2 x 55 kW 4 kW
Sitzplätze 32 40
Stehplätze 32 22

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